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Frauen in technischen Berufen – ein Resümee

Praktikantin_Julia_Kirbach

Frauen in technischen Berufen – ein Resümee

Acht Wochen lang hat Jule Kirbach als Praktikantin die Welt des Maschinenbaus bei Kampf intensiv kennenlernen können. Für das technische Vorpraktikum, welches für ihr Maschinenbaustudium benötigt wird, entschied sie sich für das Werk in Dohr Dort war sie die einzige Frau im technischen Umfeld.

Die 20-Jährige ist begeistert von der Zeit, die sie bei Kampf erlebt hat. Nach den grundlegenden Techniken, wie Bohren, Fräsen oder Feilen, begann sie mit kleineren Bausätzen, deren Fertigstellung stets Erfolgserlebnisse waren. In der Fertigung fand dann der direkte Kontakt zu den Maschinen statt, wo Jule ihre ausschließlich männlichen Kollegen tatkräftig unterstützen konnte. Besonders spannend fand sie die Begleitung des gesamten Prozesses, von der Fertigung bis hin zur Montage, etwa im Wickelhebebau. Das Highlight der jungen Frau aus Mesenich war jedoch das Reinschnuppern in den 3D-Druck. „Das hat mich schon immer interessiert und das Konstruieren mithilfe des Programms hat sehr viel Spaß gemacht!“

Sich in dem männerdominierten Feld des Maschinenbaus zurechtzufinden, war für Jule zu keiner Zeit ein Problem. Die Integration der jungen Frau war für alle Kollegen selbstverständlich. „Die Geschlechterrollen waren für mich absolut kein Thema. Ich wurde als Frau nicht anders behandelt. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass bei Kampf auf den Menschen und dessen Interessen geschaut wird, ohne Vorurteile.“

Ein Geschlechtermix am Arbeitsplatz hat für Jule außerdem nur Vorteile. Das selbstständige Arbeiten und die Eigenverantwortung, die bei Frauen oft bereits sehr früh stark ausgeprägt sind, können in einem technischen Beruf äußerst nützlich sein. Die verschiedenen Denkweisen würden zusätzlich neue Ansätze bei der Problemlösung schaffen. Daher würde die 20-Jährige es nur begrüßen, wenn zukünftig noch mehr junge Frauen in technischen Berufen, wie dem Maschinenbau, Fuß fassen würden. Was es dazu braucht, ist ihrer Meinung nach die Überzeugung von den eigenen Interessen. „Man soll das machen, was einem Spaß macht, ohne darauf zu achten, wie die Gesellschaft das einordnet! Gedanken wie ‚Das machen ja nur Männer.‘ schränken lediglich ein.“

Bei Kampf jedenfalls bekommt Frau das Gefühl, dazuzugehören. Dies sorgte neben guten Arbeitsergebnissen vor allem für eine glückliche Praktikantin. Und diese Begeisterung ist nachhaltig: Im Oktober startet Jule ihr Maschinenbaustudium und kann sich neben einem eventuellen Praxissemester später auch eine berufliche Zukunft bei Kampf vorstellen.

Wir würden uns freuen, Jule und weitere Mädchen und junge Frauen zukünftig bei uns in der Werkhalle zu begrüßen!